Forschung, die begeistert

Das Schülerlabor des FMV wurde 2006 gegründet und befindet sich im Agrobiotechnikum Groß Lüsewitz etwa 20 Kilometer östlich von Rostock. Es ist Mitglied des bundesweiten Netzwerks Lernort Labor und wird als Projekt durch den Europäischen Sozialfonds gefördert. SchülerInnen aller Klassenstufen haben an diesem außerschulischen Lernort die Möglichkeit, alltagsbezogene Versuche aus den Bereichen Chemie und Biologie unter fachkundiger Anleitung durchzuführen.

Dabei erhalten sie einen praxisnahen Einblick in die Arbeitsweise eines Labors und vertiefen gleichzeitig das im Unterricht erworbene Wissen. Die SchülerInnen werden selbst aktiv und erkennen durch die Orientierung der Experimente auf den Alltag chemische und biologische Zusammenhänge unter einem ganz neuen Aspekt. Auf diese Art und Weise wird ihr Interesse an Naturwissenschaften frühzeitig geweckt und nachhaltig gefördert.

Im Angebot, das laufend aktualisiert wird, finden sich Kurse für die Klassenstufen 1 bis 4, Kurse für die Klassenstufen 5 bis 12, Themenvorschläge zu naturwissenschaftlichen Projekttagen sowie Ferienkurse. Die SchülerInnen arbeiten in einem modern ausgestatteten Labor mit bis zu 20 Arbeitsplätzen. Größere Schülergruppen werden geteilt und arbeiten abwechselnd. Vor Ort kann ein gut ausgestatteter Konferenzraum mitgenutzt werden.

Das naturnahe Umfeld mit einem See in unmittelbarer Nachbarschaft zum Labor bietet Möglichkeiten zu ergänzenden Exkursionen. Nach Absprache können außerdem ortsansässige Institute und Firmen, die sich vorrangig mit Pflanzenzucht, Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung befassen, besichtigt werden.

Das Schülerlabor ist von Montag bis Freitag geöffnet. Es wird um vorherige Anmeldung gebeten. Da der konkrete Inhalt eines Kurses entsprechend den Vorstellungen der Fachlehrer und dem aktuellen Kenntnisstand der SchülerInnen aus den einzelnen Angebotsmodulen zusammengestellt wird, variiert die Kursdauer. Möglich sind auch themenbezogene ein- oder mehrtägige Projekte im naturwissenschaftlichen Bereich.

 

Chemieolympiade „Chemie – die stimmt“

Das Schülerlabor ist offizieller Mit-Veranstalter der Chemieolympiade „Chemie – die stimmt“. Diese findet bundesweit statt und ist für SchülerInnen der Klassenstufe 9 bis 10 gedacht.
Der Wettbewerb gliedert sich in vier Runden. Gestartet wird zum Schuljahresbeginn mit Aufgaben rund um die Chemie, an denen sich alle Interessierten versuchen können. Die Besten dieser ersten Runde nehmen an den jeweiligen Landesausscheiden, der zweiten Runde, teil. Die Landessieger sind für die länderübergreifenden Regionalrunden qualifiziert, die jährlich im Mai/Juni in Merseburg (Wettbewerb der süddeutschen Bundesländer), Münster (Wettbewerb der mitteldeutschen Bundesländer) und in Rostock (Wettbewerb der norddeutschen Bundesländer) stattfinden. Sie müssen dann ihr Wissen sowohl in der Theorie als auch in der Praxis im Labor unter Beweis stellen. Die jeweiligen Sieger aller Regionalrunden qualifizieren sich für das Bundesfinale, das in Leipzig stattfindet.
Der praktische Teil des Wettbewerbs der norddeutschen Bundesländer wird immer vom FMV-Schülerlabor in Groß Lüsewitz ausgerichtet.

Agrobiotechnikum Groß Lüsewitz
Das Schülerlabor befindet sich im Agrobiotechnikum Groß Lüsewitz. Foto: Forschungsverbund

Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Anke Scheunemann
Laborleiterin

fon: +49 382 094 99991
scheunemann@forschungsverbund.com

Eindrücke des Schülerlabors

Chemieolympiade 2014
Bildungsminister Mathias Brodkorb ist zu Gast im FMV-Schülerlabor. Foto: Forschungsverbund
Chemieolympiade 2014
Bildungsminister Mathias Brodkorb experimentiert mit den Schülern. Foto: Forschungsverbund
Chemieolympiade 2015
Bei der Chemieolympiade 2015 haben die SchülerInnen Spaß bei den Experimenten. Foto: Forschungsverbund
Chemieolympiade 2015
Gespanntes Warten auf das Ergebnis. Foto: Forschungsverbund
Chemieolympiade 2016
Hochkonzentriertes Arbeiten bei der Chemieolympiade 2016. Foto: Forschungsverbund
Chemieolympiade 2016
SchülerInnen experimentieren bei der Chemieolympiade 2016.
Chemieolympiade 2018
Gutes Arbeiten im Team ist wichtig. Foto: Forschungsverbund
Chemieolympiade 2018
Die Aufgaben werden Schritt für Schritt bearbeitet. Foto: Forschungsverbund
Bunte Mischungen im Schülerlabor
Bunte Farben! Foto: Forschungsverbund
Innenansicht Schülerlabor
Das FMV-Schülerlabor von Innen. Foto: Forschungsverbund
Innenansicht Schülerlabor
Das FMV-Schülerlabor von Innen. Foto: Forschungsverbund
Innenansicht Schülerlabor
Die Aufgaben liegen bereit. Foto: Forschungsverbund
Bunte Mischungen in Reagenzgläsern
Verschiedene Mischungen werden in Reagenzgläsern zubereitet. Foto: Forschungsverbund
Tag der Naturwissenschaften 2017
Am 3. März 2017 fand der »Tag der Naturwissenschaften« statt. Foto: Forschungsverbund

Kurse im Überblick

Kursangebote für die Klassenstufen 1 bis 4

 
Eine Farbexplosion vor schwarzem Hintergrund.

Farbwelten

  • Sind schwarze Filzstifte wirklich schwarz?
  • Farbzaubereien mit Tinte
  • Wir stellen Tuschefarben selbst her
  • Wir färben Stoffe mit Smartiesfarben
  • Wir untersuchen die Farbenvielfalt des Rotkohlsaftes
Ein Eimer mit Waschmittel, Reiniger und Putzlappen.

Waschmittel und Reiniger

  • Warum verträgt sich Marmor nicht mit allen Reinigern?
  • Warum darf man verschiedene Reiniger nicht einfach mischen?
  • Wir untersuchen Waschmittel und Reiniger
  • Warum braucht man Entkalker und wie wirkt dieser?
  • Was steckt hinter der Kraft der Scheuermilch?
Kartoffeln stapeln sich übereinander.

Die tolle Knolle – Experimente rund um die Kartoffel

  • Warum wird die Kartoffel braun und wie kann man das verhindern?
  • Warum wird das Kartoffelpüree aus dem Supermarkt nicht braun?
  • Nachweis von Zucker, Eiweiß und Stärke in der Kartoffel
  • Wir bauen eine Kartoffelbatterie
Ein Glas Salz kippt um.

Das Salz in der Suppe – Versuche zum Thema Salz

  • Spannende Salzlösungen
  • Hat Wärme Einfluss auf das Lösen von Salzen?
  • Wir stellen eine Kältemischung her
  • Wir erzeugen Salzkristalle
  • Wie viel Kochsalz kann Wasser aufnehmen?
Zwei Hände heben Erde hoch, aus denen eine gründe Pflanze wächst.

Bodenuntersuchungen

  • Wie wirkt das Wetter auf den Boden (Frostsprengung, Wärmesprengung)?
  • Wie viel Wasser kann ein Boden speichern?
  • Wir untersuchen das Filtervermögen von verschiedenen Bodenproben
Bunte Filzstifte liegen nebeneinander.

Überraschendes aus der Federtasche

  • Aus welchen Farbbestandteilen sind Filzstifte zusammengesetzt?
  • Farbzaubereien mit Tinte
  • Tinte verteilt sich in kaltem Wasser langsamer als in warmem Wasser!
  • Wir lassen Tinte verschwinden!
Lodernde Flammen.

Feurige Experimente – Brandschutz

  • Wir testen die Brenndauer von Kerzen aus
  • Der Oxireiniger und seine wirkungsvolle Kraft
  • Die Pharaoschlange
  • „Brennender“ Schaum
  • Erhitzen von Wasser in Gefäßen aus Pappe
Ein Glas sprudelige Limonade steht neben Limetten und einem Rosmarinzweig auf einem Tisch.

Brausepulver – ein Zauberpulver?

  • Der Brausepulver-Feuerlöscher
  • Kann man mit Brausepulver einen Luftballon aufblasen?
  • Wie kann man mit Brausepulver eine Filmdose zum Knallen bringen?
  • Brausepulver selbstgemacht!
Natron in einem Einmachglas.

Spannende Experimente mit Kaisernatron

  • Kaisernatron und Hitze – was passiert?
  • Backen und Brause mit Kaisernatron
  • Kaisernatron löscht Feuer und kann Saures neutralisieren!
  • Kaisernatron-Geheimschrift und Kaisernatron-Vulkan
Wasser fließt einen kleinen Wasserfall hinunter.

Experimente mit Wasser

  • Braucht Wasser mehr oder weniger Platz, wenn es gefriert?
  • Wasser, Salzwasser und Eiseskälte
  • Eisberg im warmen Wasser
  • Wir weisen Wasser nach
  • Schichtwechsel

Kursangebote für die Klassenstufen 5 bis 12

 
Eine Farbexplosion vor schwarzem Hintergrund.

Farbwelten

  • Papierchromatographie
  • Dünnschichtchromatographie
  • Experimente mit Rotkohlsaft
  • Herstellung von Farben
  • Färbung von Stoffen mit Smartiesfarben
Metallarbeiten erzeugen Funken.

Unter Spannung – Elektrochemie

  • Metalle in Metallsalzlösungen
  • Metalle in Säuren
  • Was beim Rosten passiert – Versuche mit Stahlwolle
  • Die Kartoffelbatterie
  • Herstellen von Kupferkristallen
Natron in einem Einmachglas.

Versuche mit Kaisernatron

  • Kaisernatron – Erhitzen und Flammenfärbung
  • Feuer löschen mit Kaisernatron
  • Kaisernatron – Vulkan
  • Brausepulver mit Kaisernatron – selbst gemacht
Aufgeschnittene Orangenscheiben liegen auf einem Tisch.

Vitamin C

  • Säure-Base-Reaktionen
  • Redoxreaktionen
  • Kaisernatron – Vulkan
  • Bestimmung des Vitamin C-Gehaltes in Fruchtsäften durch Titration
Ein Eimer mit Waschmittel, Reiniger und Putzlappen.

Waschmittel und Reiniger

  • pH-Wert-Bestimmung
  • Nachweis von Bleichmitteln
  • Quantitative Bestimmung des Bleichmittels durch Titration
  • Wirkung von verschiedenen Reinigern
  • Zersetzende Wirkung von Abflussreinigern
Viele Obstsorten werden auf Glasplatten präsentiert.

Untersuchung von Nahrungsmitteln

  • Nachweis von Zucker, Eiweiß und Stärke
  • Versuche zur Kartoffel/Zitrone/Cola
  • Untersuchung von Mineralwässern (qualitative und quantitative Bestimmungen)
  • Versuche zum Thema Kochsalz
  • Versuche zum Thema Zucker
Reagenzgläser mit verschiedenfarbigen Mischungen stehen in Gestellen.

Versuche rund um das Thema Alkohol

  • Nachweis und Redoxverhalten von Alkoholen
  • Eigenschaften von Ethanol (Mischungsverhalten, Aussalzen)
  • Polyole, Unterscheidung Polyole und einwertige Alkohole
  • Frostschutz, Gefrierpunktserniedrigung
Wasser fließt einen kleinen Wasserfall hinunter.

Wasseruntersuchungen

  • Bestimmung pH-Wert/elektrische Leitfähigkeit
  • Bestimmung des Verschmutzungsgrades
  • qualitative und quantitative Anionen- und Kationennachweise
  • Bestimmung der Wasserhärte
Zwei Hände heben Erde hoch, aus denen eine gründe Pflanze wächst.

Bodenuntersuchungen

  • Vergleich verschiedener Bodenproben
  • Fingerprobe, Schlämmprobe
  • Frostsprengung, Wärmesprengung
  • Wasserkapazität, Filtervermögen
  • pH-Wert-Bestimmung
Lodernde Flammen.

Verbrennung/Brandschutz

  • Experimente mit Oxireiniger
  • Brennbarkeit von Metallen
  • Erhitzen von Wasser in Gefäßen aus Pappe
  • Versuche mit der Kerzenflamme
  • Brandschutz
Ein Bund Bananen liegt auf einem Holztisch.

Isolation von DNA aus der Banane

Mit „Küchenenchemikalien“ wie Spülmittel, Kochsalz, Brennspiritus und einigen Gerätschaften aus dem Haushalt können die Schüler die DNA der Banane isolieren.

Gläserne Laborgefäße stehen auf einem Tisch.

Genetischer Fingerprint – Vergleich DNA „Täter“ und „Verdächtige“

Es werden DNA-Proben von drei „Verdächtigen“ und eine DNA-Probe vom „Tatort“ untersucht. Die Schüler lernen Mikroliterpipetten, Restriktionsenzyme und die Methode der Gelelektrophorese kennen. Dabei entsteht das charakteristische Muster für jede DNA-Probe, der genetische Fingerprint. Stimmt ein Muster der „Verdächtigen“-DNA mit dem Muster vom „Tatort“ überein, ist der „Täter“ überführt.

Eine DNA-Helix.

Isolation von DNA aus Zellen der eigenen Mundschleimhaut

In diesem Versuch erfahren die Schüler, welche Schritte in der Laborpraxis notwendig sind, um aus biologischen Proben – hier Zellen der Mundschleimhaut – die DNA zu isolieren. Die Schüler lösen Zellen aus der eigenen Mundschleimhaut ab und isolieren schrittweise die DNA (Arbeiten mit Mikroliterpipetten), die anschließend mittels Gelelektrophorese sichtbar gemacht wird.

Anfahrt

Agrobiotechnikum in Groß Lüsewitz
Thünenpl. 1, 18190 Sanitz
 

Mit dem Auto

Über die A19:
Die Abfahrt „Rostock Süd“ nutzen, dann die B110 bis zum Abzweig Groß Lüsewitz fahren. In den Ort hinein fahren und der Ausschilderung „Agrobiotechnikum“ bzw. „Zum See“ folgen. Zur Orientierung: Auf dem Gelände des Agrobiotechnikums befindet sich ein hoher Schornstein.

Über die A20:
Die Abfahrt „Sanitz“ nutzen, dann der B110 in Richtung Sanitz folgen. In Sanitz am Kreisverkehr in Richtung Rostock fahren und kurz hinter Sanitz bis zum Abzweig Groß Lüsewitz fahren. In den Ort hinein fahren und der Ausschilderung „Agrobiotechnikum“ bzw. „Zum See“ folgen. Zur Orientierung: Auf dem Gelände des Agrobiotechnikums befindet sich ein hoher Schornstein.

Mit dem Zug:

Die Regionalbahn Richtung Tessin nutzen (Fahrtzeit 17 min) und am Bahnhof Groß Lüsewitz aussteigen. Beim Verlassen des Bahnhofsgeländes nach rechts bis zum Erreichen der Lindenstraße gehen (Haupteinfahrtsstraße ins Dorf). Dort links abbiegen, der Lindenstraße ca. 100 m folgen und dann links in die Straße „Am Moorweg“ einbiegen (Mehrfamilienhaus an der Kreuzung). Am Mehrfamilienhaus entlang gehen, dahinter rechts abbiegen und noch ca. 200 m geradeaus bis zum Agrobiotechnikum gehen. Gehzeit ca. 6 min. Zur Orientierung: Auf dem Gelände des Agrobiotechnikums befindet sich ein hoher Schornstein.

 

Direktkontakt

Ihre Fragen rund um unsere Angebote beantworten wir gerne und zeitnah. Vielen Dank für Ihr Interesse!

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