Informationen zur Unterstützung von Startups und Unternehmen in M-V

06.04.2020 | von Susanne Krause
Virus
Unterstützung des Landes für Unternehmen in Corona-Krise/ Bild: pixabay

In dieser Zeit der Corona-Krise kämpfen vielen Unternehmen und Startups ums Überleben. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat ein Finanzierungspaket zur Unterstützung der Wirtschaft geschnürt, doch verliert man bei all den Antragsformalitäten, Richtlinien, Voraussetzungen und Rahmenbedingugen schnell den Überblick.
Wir bringen den Zwischenstand der aktuellen Maßnahmen für Sie auf den Punkt und verlinken Ihnen alle wichtigen Informations- und Hilfs-Dienstleister auf einen Blick!

Doch auch der Forschungsverbund selbst bleibt für Sie ansprechbar!
Wir unterstützen GründerInnen und Startups auch weiterhin und bieten unsere Trainings-Events und Beratungs-Sprechzeiten nun online an. Informieren Sie sich hier!

Zur Information:

In einer Pressemitteilung vom 24.03. informiert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg Vorpommerns darüber, dass die Landesregierung sich über die Schaffung von „MV-Schutzfonds“ verständigt hat. Mit einem Maßnahmenpaket von insgesamt 1,1 Milliarden Euro sollen die Unternehmen im Land unterstützt und Arbeitsplätze gesichert werden.

Kleinstunternehmen und Kleinunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern können eine nicht rückzahlbare Soforthilfe beim Landesförderinstitut beantragen.

Das Land unterstützt hierfür Klein- und Kleinstunternehmen mit 125 Millionen Euro aus eigenen Mitteln.
Weiterhin stehen für alle Unternehmen 200 Mio. Euro für weitgehend zinsfreie Überbrückungsdarlehen bereit.
Der Bürgschaftsrahmen des Landes wird um 400 Millionen auf 1,6 Milliarden Euro erhöht.
100 Mio. Euro werden für ein Beteiligungsprogramm bereitgestellt, mit dem sich das Land zeitweilig an Unternehmen beteiligen kann, um diese zu stabilisieren.
Die verschiedenen Hilfen für Unternehmen schließen sich nicht gegenseitig aus.
25 Mio. Euro gibt es für die Unterstützung von Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Künstlern, Kulturschaffenden und ehrenamtlich Engagierten, 60 Mio. Euro zusätzlich für die Krankenhausinfrastruktur, 20 Mio. Euro für Investitionen in die Digitalisierung und Ausstattung öffentlicher Einrichtungen, 70 Mio. Euro für Entschädigungsansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz (Hier geht es insbesondere um die Lohnfortzahlung) und 100 Mio. Euro stehen als Reserve für weitere Maßnahmen bereit.

Die nicht-rückzahlbaren Zuschüsse staffeln sich wie folgt:

  • bis zu 5 Beschäftigte bis zu 9.000 Euro

  • bis zu 10 Beschäftigte bis zu 15.000 Euro

  • bis zu 24 Beschäftigte bis zu 25.000 Euro

  • bis zu 49 Beschäftigte bis zu 40.000 Euro.

Am 31.03. wurde darüber informiert, dass die Landesregierung den MV-Schutzfonds nun um nicht rückzahlbaren Sofort-Hilfen für Unternehmen mit mehr als 49 Beschäftigten ergänzt:

  • 50 bis 100 Beschäftigte bis zu 60.000 Euro

Anträge können ebenfalls beim Landesförderinstitut gestellt werden. Dafür stellt das Land 36 Millionen Euro bereit.

Für Unternehmen zwischen 101 und 249 Beschäftigten sollen individuelle Expresshilfen gefunden werden. Dazu gehören alle Instrumente des vorhandenen Hilfsprogramms. Darüber entscheidet im Einzelfall das Entscheidungsgremium für das Sondervermögen „MV-Schutzfonds“.

Am 01.04. wurde der Kreis der Antragsteller erweitert:

  • Einbeziehung der gesamten Branche der Land- und Forstwirtschaft in die Hilfe.
  • Auch Unternehmen mit mindestens einem Beschäftigten, die im Nebenerwerb betrieben werden und dauerhaft am Markt tätig sind, können die Hilfe erhalten. Freiberufler und Soloselbstständige müssen ihre Tätigkeit im Haupterwerb durchführen.
  • Auch gemeinnützige Unternehmen, die wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen agieren, sind unabhängig von ihrer Rechtsform vom Programm erfasst. Sie können also z.B. als gGmbH oder als e.V. organisiert sein.

Überblick über Service-Einrichtungen und Unterstützungsangebote

nach oben